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Taschen und andere Textilien
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"In der Nomadenwelt spielten Textilien eine bedeutende und zentrale Rolle. Nicht nur Teppiche und Kelims für die Bodenbedeckung und als Wandbehang, sondern fast alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs wurden in Handarbeit aus den Produkten der mit den Nomaden ziehenden Herden, aus Schafwolle, Ziegen- und Kamel-Haar hergestellt, so dass man geradezu von textilem Mobiliar spricht. Die Beschreibung all dieser Nomadengewebe mit unterschiedlichen Funktionen und Bezeichnungen nach jeder Region und Sprachgruppe würde den Rahmen dieser Einführung sprengen. Hier sind nur einige Beispiele erwähnt:

Kelims I
Kelims II
Monochrome K.
Gabbehs
Jajims
Schahsawan-Khordjin
Teppiche
Taschen u. a. Textilien
Filzteppiche
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Bachtiar-khordjin
- Zelte und Yurten (Alazigs) aus Ziegenhaar und   Filzmatten;
- Zeltbahnen, die der Festigung und Ausschmückung   der Zelte dienten;
- Mahlbänder zur Befestigung der Lasten auf Packtieren   beim Transport;
- Rukorsi (Ofendecken) als Decke für das wärmende   Holzkohlebecken und für Brotöfen;
- Sofreh wurde als Eßtuch auf dem Boden ausgebreitet,   um darauf die Teller und Speisen für die Mahlzeiten   anzurichten, und diente zugleich zur Aufbewahrung   des Brotvorrates;
- Mafrasch, Juwal, Torba, Khordjin, Chanteh,   Namakdan sind Säcke, Taschen und Einzelbehälter   ("textile Schränke") zur Aufbewahrung von Bettzeug,   Kleidern, Hausrat (Kochlöffel) und Lebensmittel   (Getreide, Salz) im Zelt, sowie als Koffer und Kisten für   die Wanderung;
- Jajim, Verni als Wandbehang, Vorhang und Decke;
- Pferde- und Satteldecken, quastengeschmückte   Gewebe, die als Schmuck für die Pferde und andere   Tragtiere dienten;
- Gabbeh und Khersak überwiegend als   Schlafunterlage und Bettdecke.

Schahsawan-Khordjin
Schahsawan-Khordjin
Talesch-Khordjin

Zum Haushalt der Nomaden gehörten auch Flachgewebe, die nur zu besonderen Anlässen wie bei Begrüßungsfeierlichkeiten und Zeremonien ausgepackt wurden, beispielsweise wenn Ehrengäste das Zelt betraten oder eine Hochzeit anstand. Diese Gewebe wurden stets mit besonderer Sorgfalt gefertigt. Sie dienten auch dazu, die Kunstfertigkeit der Weberin zu demonstrieren und die Familie nach außen zu repräsentieren. Auch spielten die Textilien stets ein zentrale Rolle bei der Mitgift oder beim Brautpreis. Die jungen Mädchen fertigten aus Liebe zur Sache verschiedene Stücke für die eigenen Aussteuer an. Jedes Stück verkörperte das Erbe der Stammestradition. Rang und Status einer Familie standen in direkter Beziehung zu Qualität der Brautmitgift, was eine Erklärung dafür ist, dass in Vergangenheit soviel Mühe, handwerkliches Geschick und Kreativität in die Arbeiten investiert wurden. Die entstandenen Arbeiten waren damit nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern sie besaßen auch ästhetische, symbolische und nicht zuletzt soziale Funktionen."

Auszug aus: Nomaden im Iran, Dokumentation nomadischer Kelims und Teppiche, Dr. Razi Hejazian, Berlin 1999.

Schahasawan-Mafrash
Schawasan-Mafrash
Tibet
Schahsawan-Mafrash
Aufgeklappt
Schahsawan Verni
Schahsawan-Mafrash
Aufgeklappt
Luri-Salztasche Kurdische Salztasche
Bachtiar Gaschgai Kurdisch-Zeltband
Kasachestan Kasachestan Kasachestan Kasachestan
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